Item 1 - Brief 1

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Brief 1

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Köln,Hotel Ernt, 8.Dezember 1869.
Liebe Schwester Theresia und Kompagnie!
Gute Kinder schlafen nicht ein,wenn sie nicht vorab gute Macht gewünscht haben.Ich bin nun zwar kein Kind mehr und noch weniger ein gutes; aber ich habe doch viele gute Kinder,und im Verkehr mit ihne habe ich mir manche Kinderweise und auch manche Kin derunart angelebt und möchte heute nicht zur Ruhe gehen,ohne meinem Herzen durch zwei Worte Luft gemacht zu haben.....
Wenn ich nun auch mit ganz freiem Herzen von Euch schied,— die Reise mache ich,weil Gott es will so fühlte ich doch,als die Eisenbahn sich bewegte, dass ich von den Keinen ging und den Fremden mich zuveniete.Vie ein Berg von nicht bezahlter Schuld fiel üe ganze Kasse von Treue und Liebe und Sorge uni Duliung auf mich,womit man mich ein halbes Jahr hundert lang verhätschelt hat.Ich suchte nach dem Türmchen der Klosterkirche und freute mich,es zwischen dem Künster und der neuen Marienkirche wie in Mariä Schoss zum Abschied zu erblicken.Dann war-
fen mir die Türme von Eilendorf,Haaren,Eschweiler noch Grüsse von den dortigen Schwestern zu,und ich blieb still und träumerisch,bis der gute Stephan mich mit der fröhlichen Nachricht weckte,man könnte schon deutlich merken,dass wir um ein Erhebliches nach Sü den vorgerückt wären;denn es läge viel weniger Schnee in den Feldern; auch hatte er vorab schon di verse Kleidungsstücke abgelegt; er schält sich von Stunde zu Stunde wie eine Zwiebel.— Hier sind wir im Hotel Ernt brüderlich eingerichtet wie Orestes und Pylades,in einem Zimmer mit zwei Betten,was mich für ihn schmerzt;denn ich glaube,dass ich schnarche wie ein Schnarassei in Brentano...
Stephan gähnt. Gute Nacht! Das sage ich Ihnen, nicht ihm,denn er will noch essen und trinken. Gott sei mit Euch! Gott ist gütiger als alle.Wir arme Sünder können ihm jeden Moment aus den höchsten Höhen seiner Himmelsherrlichkeit herab und aus den tiefsten Tiefen seines Kreuzesleidens herauf in unser Herz ziehen. Wir aber wollen kein Esel sein,wir wollen den Besten über alles lieben,und dann wird er mir gestatten,Euch alle zu lieben noch etwas mehr als mich selbst. Gaudete in Domino!
Ganz der Ihrige.
Andreas Fey.

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